| Aufbruch zu neuen Ufern | |
| Der Umzug | |
| Der 16. September 1965 wird ein denkwürdiger Tag in der Geschichte der Schule, denn an diesem Tag, einem Donnerstag, findet der Umzug in das neue Schulgebäude in der Tom-Brok-Straße statt. Sogar das Wetter spielt mit: es ist ein überaus freundlicher Tag, hell, wenn auch nicht ganz klar, aber gerade dadurch das richtige Wetter für das, was geplant ist. | |
![]() aus: "Elternheft des Gymnasiums für Mädchen, 10. Jahrgang, Dezember 1965" |
Die gesamte Schülerinnen- und LehrerInnenschaft versammelt sich morgens auf dem Schulhof des alten Gebäudes. Die beiden letzten Möbelwagen werden gerade mit dem letzten Inventar beladen, bevor sie den Schulhof verlassen. Es herrscht eine freudig-gespannte Stimmung, denn gleich soll es losgehen. Alle Klassen haben große Transparente gemalt, um auch den letzten Spatzen auf dem Dach zu zeigen, worum es geht: * Die NEUE SCHULE ist da! * DIE NEUE SCHULE FREUT UNS SEHR, DENN DIE ALTE TAUGT NICHTS MEHR!!! * HURRA! NUN ZIEHEN WIR EIN IN DIE NEUE SCHULE REIN! So und so ähnlich steht es auf den Plakaten und Transparenten zu lesen. Dann ist es endlich soweit: es wird Aufstellung genommen, klassenweise, wir, die "Kleinen", vorne, die "Großen" hinten. Angeführt wird der Zug von einer Blockflötengruppe und Akkordionspielerin- nen, die während des gesamten Umzugs für die musikalische Untermalung sorgen sollen. Eins der Stücke ist eigens für dieses Ereignis komponiert worden. Und dann endlich setzt der Tross sich in Bewegung. Es ist sicher nichts Alltägliches, schon gar nicht für Wilhelmshaven, dass sich nun ein Zug von rund 800 Personen durch die Straßen der Stadt bewegt, ein Zug, der das Wort "Umzug" in die Tat umsetzt: marschierend, singend, musizierend, Transparente schwingend geht es zu Fuß die rund 3 km lange Strecke quer durch die Stadt vom alten zum neuen Gebäude: ein Schulumzug - im wahrsten Sinne des Wortes |