Aus dem Schulalltag
Woher nehmen und nicht stehlen ...
Lehrermangel
Die späten 60er und frühen 70er Jahre an der KKs waren vor allem durch eins gekennzeichnet: chronischen Lehrermangel. Um weiterhin eine vertretbare Unterrichtsversorgung zu gewährleisten wurde quasi alles an "Lehrkraft" genommen, was sich anbot:
so erhielt unsere Klasse 1967/68 z.B. Matheunterricht von Herrn Kaiser, einem Baurat von der Ingenieurakademie, die Klasse 8l 1970 Biologieunterricht durch einen Tierarzt und Teile der Klassen 6 und 7 wurden 1967/68 in den Fächern Englisch und Französisch sogar von Schülerinnen der 12. Klasse unterrichtet.
Raummangel
Auch die Raumsituation hatte sich 1969/70, bereits 4 Jahre nach dem Einzug in das neue Gebäude, wieder drastisch verschärft, da das Gebäude, für 600 Schüler angelegt, inzwischen von 900 Schülerinnen frequentiert wurde, was dazu führte, dass 7 Klassen der Mittelstufe zu sogenannten "Wanderklassen" ohne eigenen festen Klassenraum wurden. Es war schon einiges organisatorische Geschick vonnöten, dass trotzdem alles relativ reibungslos klappte.
Koedukation
Die 1969 an allen Wilhelmshavener Gymnasien aufgehobene Geschlechtertrennung machte abermals in vielen Bereichen ein reifliches Umdenken ebenso nötig wie bauliche Veränderungen erforderlich, denn es mussten u.a. neue Umkleideräume und sanitäre Anlagen und getrennter Turn- und Sportunterricht eingerichtet werden. Die Koedukation startete an der KKS 1969 mit 97 Mädchen und 58 Jungen in den 5. Klassen. Damit gehörte das Kapitel "Gymnasium für Mädchen" endültig der Vergangenheit an.
Wir in der 10. Klasse merkten allerdings wenig davon.