Das damalige Schulsystem
Internes Schulsystem: Die Oberstufe
Der Eintritt in die Oberstufe brachte für uns einige Änderungen mit sich:
zum einen wurden wir nun gesiezt, zum anderern brauchten wir uns nicht mehr zu melden, um zu fragen, ob wir während der Stunde austreten dürften, sondern man gestand uns inzwischen genügend "Reife" zu, selbst zu entscheiden, ob wir müssten oder nicht ;-) (sinngemäß O-Ton eines Lehrers).
Außerdem hatten wir uns nach Abschluss der 10. Klasse für den sprachlichen oder mathematischen Zweig entscheiden müssen. In unserem Jahrgang entstanden so 2 sprachliche Klassen (11l für Latein, 11f für französisch) und eine mathematische (11m für mathematisch), wobei in der mathematischen Klasse "Franzosen" und "Lateiner" zusammengefasst waren.

Zensuren gab es nach wie vor nach dem alten Notensystem 1 - 6 (das Punktesystem wurde erst mit der reformierten Oberstufe eingeführt).

In der 11. Klasse stand für uns eine 1-wöchige Berlinreise auf dem Plan (ob sie obligatorisch war für die 11. Klassen, weiss ich nicht mehr).
(Ab hier bestehen bei mir nur Erinnerungsfetzen, falls ich mich irre also bitte korrigieren)

Nach der 11. Klasse wurden einige Fächer abgeschlossen. So konnten wir wählen zwischen
1. Musik oder Kunst
2. a. im sprachlichen Zweig: Chemie oder Physik oder Biologie
2. b. im mathematischen Zweig: ...... (?)
oder sie fielen einfach so fort wie
Erdkunde und Geschichte (es wurde nur noch Gemeinschaftskunde weiter unterrichtet).

In der 12. Klasse fand das sogenannte Vor-Abi statt: das bedeutete, dass bereits zu diesem Zeitpunkt für die Sprachler in Mathe und für die Mathematiker in der 2. Fremdsprache (also Französisch oder Latein) ein vorgezogenes Abitur stattfand. Nach dessen erfolgreichem Bestehen war damit dieses Fach ebenfalls ad acta gelegt und fiel in der 13. Klasse fort.