| Historisches |
| Die Geschichte einer Schule |
Die Geschichte dieser Schule zurückzuverfolgen ist etwas verwirrend. Abgesehen davon, dass die Schule mehrfach von Schließungen bedroht war, die durch den Einsatz des Lehrkörpers und der Elternschaft sowie durch den 1958 gegründeten "Freundeskreis des Gymnasiums ... e.V." bestehend aus Eltern, Lehrern, ehemaligen Schülerinnen und Schülern sowie Freunden der ehemaligen KLS, der ehemaligen FMS, der hieraus hervorgegangenen Oberschule für Mädchen, der ehemaligen KKS und dem jetzigen KKG, sowohl durch finanzielle als auch persönliche Unterstützung abgewendet werden konnten, wird die Recherche erschwert durch mehrmalige Schulzusammenlegungen, Standort- und Namenswechsel. Überhaupt ist die Geschichte dieser Schule eine Geschichte der Wanderschaft.
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 1885 wird in Wilhelmshaven in den Räumen einer Kaserne in der Roonstraße, der heutigen Rheinstraße, eine "Höhere Mädchenschule" als zunächst privates Instititut eröffnet. Somit ist sie das älteste der ehemals 4, seit 1993 durch die Zusammenlegung der Humboldt- und der Max-Planck-Schule zum Gymnasium am Mühlenweg, kurz GaM, nunmehr 3 Gymnasien der Stadt. Sie hat bereits mehrere Vorläufer: * die Privatschule für Mädchen von Fräulein Ruwida Goose (1872 - 1895) * eine Mittelschule (gegr. 1875) und * die Private Höhere Töchterschule (1877 - 1885).
Kurz nach der Eröffnung muss die Schule bereits zunächst in das sogenannte "Rote Schloss" umziehen, da die Kaserne durch die Marienintendantur belegt wird, danach für einige Monate in die Gewerbeschule in der Kaiserstraße (jetzige Weserstraße).
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1895 erhält die Schule in der ehemaligen Wallstraße, der jetzigen Virchowstr. 29 (heute VHS) endlich ein eigenes neues Gebäude, das 1913 nochmals erweitert wird. Kurz nach dem in der "Burg Hohenzollern" (Grundstück des heutigen Karstadtgebäudes) gefeierten 25-jährigen Bestehen der Schule erfolgt 1910 die Übernahme der bislang privaten Schule durch die Stadt und vermutlich 1911/12 die Umbenennung in"Königin-Luise-Schule", benannt nach Königin Luise von Preußen (1776 - 1810). 1921 wird die "Königin-Luise-Schule" in ein Oberlyzeum für Mädchen umgewandelt. 1. Fremdsprache ist Französisch.
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 Rotes Schloss, Rhoonstraße |
 1. eigenes Gebäude Wallstraße |
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Obwohl Bezeichnungen wie "Höhere Töchterschule" und "Höhere Mädchenschule" den Gedanken nahelegen, es handelte sich bereits um ein Gymnasium im heutigen Sinne, handelte es sich eher um eine Schule , in der "Höhere Töchter", wie man seinerzeit die Töchter aus wohlhabendem Hause nannte, unterrichtet wurden, was durch die Einrichtung als Privatschule unterstrichen wird. In dem "Statut der höheren Mädchenschule zu Wilhelmshaven" von 1885 heißt es dementsprechend auch in §1:
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"Die höhere Mädchenschule zu Wilhelmshaven hat die Aufgabe, ihren Schülerinnen vom vollendeten sechsten bis zum vollendeten sechszenhnten Lebensjahre eine allgemeine Bildung zu geben, wie sie den höheren Lebenskreisen eigen ist." |
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Außerdem war der Besuch dieser Schule nicht ganz billig, denn das zu zahlende Schulgeld in Höhe von 75 bzw. 100 Mark (in einer Zeit, in der 1 m Cashmere-Stoff 80-90 Pfennige, 1 Pfund Fleisch 60 Pf und 1 Pfd. Wurst 70 Pf kosteten, eine wahrhaft astronomische Summe) dürfte die Finanzkraft eines Arbeiters (<100,- Mark/Mon) bei weitem überstiegen haben. Aber man wollte ja auch eine den höheren Lebenskreisen entsprechende Bildung vermitteln - was sollte ein Arbeiter damit schon anfangen können. Obgleich der Unterricht weitaus qualifizierter war als an den öffentlichen Volks-Schulen, gibt es Quellen, die besagen, dass Mädchen in Preußen erst 1921 das Recht erhielten, ihr Abitur machen und studieren zu dürfen. Andere Quellen hingegen nennen das Jahr 1908 als Jahr der großen schulischen Emanzipation.
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Unterlagen zu Folge wird an der Königin-Luise-Schule (KLS) 1915 das erste offizielle Abitur abgehalten, das jedoch offensichtlich nicht zu einem allgemeinen Universitätsstudium berechtigt (vgl. nächste Seite "Exkurs").
* Bildquelle: Chronik "100 Jahre Käthe-Kollwitz-Schule Wilhelmshaven"
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