| Was zu der Zeit außerhalb der Schule geschah (1965 - 1973) |
| Musik |
Die deutsche Musikszene wurde in erster Linie präsentiert durch die "Hitparade" mit Dieter Thomas Heck und "Disco" mit llja Richter, dessen Spruch "Licht aus - womm - Spot an - jaaa" inzwischen auch bereits Kult ist.
Hier tummelten sich damalige Teenie-Schwärme wie
Bernd Clüver, Chris Roberts, Christian Anders, Roy Black, Jürgen Markus und
Michael Holm Über Nacht wurde ein anderer Sänger zum "Superstar" und Schulgespräch: gerade mal 12 Jahre alt legte der Niederländer Heintje 1967 mit seinem Lied "Mama" den Grundstein für eine erfolgreiche Karriere, zunächst als Sänger (bis 1971 40 Goldene und 1 Platin-Schallplatte), dann auch als Schauspieler (u.a. in den "Lümmel"-Filmen). Ob man es glaubt oder nicht: wie von Media Control und RTL 2003 ermittelt ist Heintje der erfolgreichste deutschsprachige Sänger aller Zeiten und steht weltweit auf Platz 2, nur noch übertroffen durch die Beatles.
Es war außerdem die große Zeit der sogenannten Blödelbarden und Liedermacher wie Insterburg & Co., Reinhard Mey, Schobert & Black, Inga & Wolf, Ulrich Roski sowie Hannes Wader und Franz Josef Degenhardt.
The Beatles |
Doch es wurde auch noch andere Musikgeschichte geschrieben: es war die Zeit des wohl größten musikalischen Umbruchs nach dem Rock'n'Roll: in den 60ern lag die Geburtsstunde einer völlig neuen internationalen Musikrichtung: des Beat und Rock.
Im "Beat Club" und seiner Nachfolgesendung Musikladen (ab 1972) von Mike Leckebusch fand sie ihre Präsentationsplattform im deutschen Fernsehen. Die ausländischen Bands The Beatles, die die ältere Generation nicht nur mit ihrer Musik, sondern auch mit ihren "Pilzköpfen" schockierten, die Rolling Stones, deren Song Satisfaction (1965) noch heute jede Fete zum Kochen bringt, The Who mit der ersten Rockoper Tommy (1969) und Deep Purple als eine der einflussreichsten Hard-Rock-Bands z.B.
wurden ergänzt durch deutsche wie u.a. The Lords (die deutsche Antwort auf die Beatles) und The Rattles |
Daneben schrieben auch Gruppen wie die niederländische Band Shocking Blue mit Venus (das sich 1969 24 Wochen lang in D auf Platz 2 und 15 Wochen lang in den USA auf Platz 1 hielt) und die Bee Gees mit Massachusetts Musikgeschichte und die Musicals "Hair" (1967) und "Jesus Christ Superstar" (1971, damit Beginn der Karriere von Andrew Lloyd Webber) wurden in New York uraufgeführt und traten ihren Siegeszug rund um den Globus an. 1972 hatte außerdem am Broadway das Musical Grease Premiere , das insgesamt 7½ Jahre lief, bevor es 1978 als Film über die Leinwände flimmerte. |
 Shocking Blue |
1968 landete Barry Ryan mit dem von seinem Zwillingsbruder Paul geschriebenen Hit Eloise einen weltweiten Nr1-Hit.
Ein Song von ? hingegen schaffte es, einen Eklat hervorzurufen und sogar auf dem Index zu landen, was seine Popularität selbstredend jedoch nur erhöhte: "Voulez-vous coucher avec moi ce soir?" war den Moralaposteln der damaligen Zeit dann doch zu freimütig, um ihn unbesehen auf die Menschheit und vor allem Jugend loszulassen, wobei offensichtlich alleine schon diese Zeile für die Zensur ausreichend war, denn der Text selber dürfte nur von den wenigsten verstanden worden sein, da das Lied in französich war.
Die Rolle der früheren sogenannten Tanzpaläste übernahmen in den 60er/70er Jahren zunehmend die Discotheken. Anstatt zu Lifemusik wurde nun zu Platten getanzt. Immer aufwendigere technische Raffinessen, speziell die Beleuchtung betreffend, zogen besonders die jüngere Generation in die Discos. Richtung Mitte der 70er entwickelte sich dann der sogenannte Disco-Sound, der mit dem Film "Saturday-Night-Fever" und der Musik der Bee Gees 1978 seinen Höhepunkt erleben sollte.
1969 hatte sich in Schottland eine Band gegründet, die jedoch erst - getreu dem Motto "Der Prophet gilt nichts im eigenen Land" - nach ihrer Übersiedlung nach Italien zu internationalem Ruhm gelangte: Middle of the Road.
Anfang der 70er formierte sich in Schweden eine Band, die 1974 unter dem Namen ABBA mit Waterloo den 1. Platz beim Grand Prix Eurovision de la Chanson belegen und damit den Grundstein legen sollte für eine der erfolgreichsten Pop-Bands der jüngeren Musikgeschichte.
Überhaupt war in der damaligen Zeit der Grand Prix Eurovision de la Chanson ein herausragendes musikalisches Ereignis, das europaweit Millionen von Zuschauern vor die Fernsehapparate zog und das für viele der auftretenden Interpreten, wenn auch bei weitem nicht für alle, den Start einer erfolgreichen Karriere bedeutete.
So gewannen u.a. 1965 France Gall mit Poupée de cire, poupée de son, 1966 Udo Jürgens mit Merci Chérie, 1967 Sandie Shaw (stets auf Strümpfen) mit Puppet on a string, 1970 Dana mit All kinds of everything und 1972 Vicky Leandros mit Après toi den Contest. 1969 hatte das Songfestival ein Unikum zu verzeichnen, da es gleich 4 Erstplazierte mit derselben Punktzahl gab. Teilweise wurden jedoch durchaus die 2.- oder 3.-plazierten Titel berühmter als die Siegertitel, wie z.B. Cliff Richards Titel von 1968 Congratulations.
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Eine bereits 1962 gegründete Gruppe hatte in den Jahren zwischen 1967 und 1974 mit einer ganz anderen Art von Musik den Höhepunkt ihrer Karriere: die Dubliners.
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Tanzmässig lalala-te, klatschte (dabei die Beine nach vorne werfend) und jaulte die Nation zu "La Bostella"oder hüpfte polonaiseartig zu "Letkiss" durch die Gegend.
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