| Was zu der Zeit außerhalb der Schule geschah (1965 - 1973) |
| Fortbewegung |
Fortbewegungstechnisch tat sich speziell bei den Jugendlichen einiges: der große Renner dieser Zeit waren die Mofas, nicht zuletzt auch, weil sie ab dem 15. Lebensjahr führerscheinfrei (25 km/h-Modelle) zu fahren waren. Für die 40 km/h-Modelle hingegen benötigte man den Moped-Führerschein Klasse V und musste 16 Jahre alt sein. Helmpflicht gab es noch nicht.
Obwohl bereits seit 1946 produziert, erlebte die Vélo Solex, die es zunächst nur in schwarz, dann auch den Farben blau/hellgrau und rot/hellgrau gab, jedoch erst in den 60er Jahren ihren wahren Boom. Mit 299,- DM Neupreis für das schwarze Modell war sie die günstigste unter den Mofas. Die Vélo zeichnete sich durch eine Besonderheit aus: der Motorblock war über dem Vorderrad angebracht und trieb die Mofa (eigentlich richtiger: das Mofa, aber bei uns hieß es die Mofa) über eine Rolle an, die in 2 Furchen des Vorderreifens liefen und ihn so vorwärts drehten. Das hatte bei Matschwetter und abgefahrenen Reifen allerdings den Nachteil, dass die Antriebsrolle dazu neigte, einfach über das Gummi zu rutschen. Um z.B. im Winter nach dem Abstellen ein Festfrieren der Antriebsrolle am Reifen zu verhindern, konnte der gesamte Motorblock mittels eines langen Hebels einfach Richtung Lenker hochgekippt werden. |
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