wirklich ....?
... schöne Aussichten (?)
und weiter heißt es daselbst:

Soweit der Anspruch. Die Wirklichkeit sah etwas anders aus:
Haben in der Pausenhalle zu meiner Zeit größere gesellschaftliche Ereignisse stattgefunden?
Eine vage Erinnerung sagt mir, dass einmal so etwas wie ein "kultureller" Elternabend für unsere Klasse stattfand, der mit "auld acquaintance be forgot" endete. Vermutlich wurde "Schneewittchen" dafür von uns einstudiert, und dieses Ereignis könnte durchaus in der Pausenhalle stattgefunden haben. Naja, immerhin 1 gesellschaftliches Ereignis in 8 Jahren.

Auch die Innenhöfe sind meines Wissens nie für Unterricht im Freien genutzt worden.

Wer auch immer Erdkundeunterricht in der "Sternwarte" erhalten haben mag: wir jedenfalls in all den Jahren nicht.

Tonkellerraum mit Brennofen? Unser Kunstunterricht fand durchaus eine Zeitlang dort statt, wenn ich mich nicht irre. Nur haben wir dort mit Ölmalkreiden gearbeitet, Herbstblätter-Kollagen und Linol-Schnitte fabriziert. Nein, das stimmt nicht ganz: einmal sollten wir Ton mitbringen. Allerdings hatte das Ganze dann reichlich wenig mit Töpferei zu tun (ja, vielleicht wären einige Töpferscheiben sinnvoller gewesen als die Orgel...?), denn der Ton wurde eher wie Knetmasse benutzt. Dabei wäre es doch sehr wohl auch im Sinne einer typischen Frauenausbildung wünschenswert gewesen, wenn wir hier gelernt hätten, unser eigenes Geschirr zu töpfern...

Und was die im monatlich stattfindenden, durch die Schülerinnen selbst gestalteten Feierstunden in der Aula anbelangt: in 7 Jahren hätten es somit rein rechnerisch also etwa 84 derartiger "Feierstunden" sein müssen, die wir über uns hätten ergehen lassen müssen. Ich kann mich zwar sehr vage an ein, zwei "Inszenierungen" erinnern (1 Theaterstück, 1 Aufführung des Schulorchesters - oder war das nur eine Generalprobe?), aber damit hatte es sich auch schon. Ob es sich allerdings lohnt, diesem Umstand auch nur einen Gedanken des Bedauerns zu widmen, muss jeder für sich entscheiden ....
Es bliebe allerdings die Frage interessant, woran es gelegen haben mag, dass auch hier wieder einmal Anspruch und Wirklichkeit derart auseinanderklafften. Ganz pragmatisch könnte man diese Frage sehr einfach beantworten: der Schulalltag hatte uns eingeholt und fest im Griff. Dornröschens Märchenschloss wurde von der Wirklichkeit überrollt.