Wie zu Großmutters Zeiten
Die alte Schule


ehem. Kaiser-Wilhelm-Gymnasium, Ebertstraße/Ecke Virchowstraße
1948 erhält die Schule dann ein unverhofftes "Geschenk": Das noch intakte ehemalige Kaiser-Wilhelm-Gymnasium an der Ebertstraße wird von der Polizei geräumt und der Schule fortan als eigenes Gebäude zur Verfügung gestellt. Allerdings platzt es schon bald aus allen Nähten, so dass neben einem 2. Gebäude in der Weserstraße zusätzlich Räume im Stadttheater und in der Kunsthalle angemietet werden müssen. Dieser unerträgliche Zustand dauert bis 1965 an.
Ich weiß nicht mehr viel von der alten Schule - wir waren ja nur etwa ½ halbes Jahr dort.

Erinnerungsfetzen:
Das Hauptgebäude liegt an der Ebertstraße/Ecke Virchowstraße. Daneben gibt es noch ein 2. Gebäude in der Weserstraße für die älteren Jahrgänge.
Der Schulhof des Hauptgebäudes grenzt direkt an den der Helene-Lange-Schule. Da er relativ klein ist, ist es in den Pausen immer sehr voll. Unser bevorzugter Zeitvertreib während der Pausen ist Gummitwist. *
Rechts am Eingang zum Schulhof befindet sich ein Gebäude, das wahnwitzigerweise die Bezeichnung Turnhalle trägt: ein innen reichlich dunkler Kasten mit Zementfußboden und einer Sprossenwand, wirklich nichts, das Turnen zu einem Spaßfaktor macht - und das, obwohl dieses "Ding" keineswegs Vorkriegsware gewesen zu sein scheint, sondern 1953 bereits als Turnhalle konzipiert neu gebaut worden sein soll.
Die Klassenräume selber ...? Es ist eben ein altes Gebäude - etwa so, wie man es aus der Feuerzangenbowle kennt.
Haben wir Extraräume für z.B. Naturwissenschaften? Ich weiß es nicht, möchte es aber einfach mal bezweifeln angesichts der Tatsache, dass die Schule aus allen Nähten platzt und zusätzlich auf ein 2. Gebäude und zahlreiche zugemiete Räume ausweichen muss. Bei uns jedenfalls findet der Biologieunterricht im Klassenraum statt.

* Weitere Informationen zu Gummitwist siehe hier.
* Bildquelle: Chronik "100 Jahre Käthe-Kollwitz-Schule Wilhelmshaven".